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Zwei starke Zeichen für das Spital Wattwil
Das Toggenburg setzt zwei starke Zeichen für den Erhalt des Spitals Wattwil: Einerseits wurde anfangs März die Petition «Pro Spital Wattwil» mit 6'000 Unterschriften eingereicht und andererseits hat der Gemeinderat Wattwil das Modell der «Integrierten Gesundheitsversorgung» vorgestellt. 

Die Wichtigkeit eines weiteren Betriebs des Spitals Wattwil und des Erhalts der 250 Arbeitsplätze unterstreichen die 6'000 Unterschriften der eingereichten Petition des «Förderverein Regionalspital Wattwil» deutlich. Mit der Präsentation des Modells «Spital Wattwil 2021» doppelte der Gemeinderat Ende März nach und verfolgt damit ebenfalls die Sicherung der Grund- und Notfallversorgung im Toggenburg. 

Integrierte regionale Gesundheitsversorgung
Im neuen Modell steht das Spital Wattwil im Zentrum eines integrierten Versorgungsnetzes für das Toggenburg. Dieses konzentriert sich auf die Innere Medizin und die Altersmedizin und stellt die stationäre Versorgung in diesen Disziplinen sicher. Für Kooperationspartner erbringt es neu das Angebot der postoperativen Nachsorge. Der bestehende psychosomatische Bereich wird ebenfalls zusammen mit Kooperationspartnern ergänzt durch neue Angebote rund um gesellschaftliche Suchtbilder, den Aufbau einer Schmerzklinik und eines Schlaflabors sowie ein Angebot zur Behandlung Jugendlicher mit Adipositas. Diese neuen Angebote entsprechen einer steigenden Nachfrage und zielen auch über die Region hinaus auf Patienten. Darum herum wird ein exakt auf den Bedarf und die Notwendigkeiten der Region zugeschnittenes ambulantes und stationäres Angebot gestaltet, flexibel organisiert mit Kooperationen in einer neuen, unabhängigen Struktur. Trotz der noch ausstehenden Detailausgestaltung des Modells ist dieses eine reelle Alternative zu den Schliessungsplänen des Spitalverwaltungsrates. Dies basiert vor allem auf dem innovativen Ansatz, nicht einfach nur die Spitalversorgung als Basis zu nehmen, sondern die gesamte Gesundheitsversorgung im Toggenburg mit Spitex, Pflegeheimen, Hausärztinnen und Hausärzten einzubinden. Diese Option erscheint realistisch und kann langfristig funktionieren, wenn alle Leistungsträger im Versorgungsnetz zusammenspannen. Ein besonders wichtiger Teil ist diesbezüglich die Einbindung der Haus- und Fachärzte. Die Grund- und Notfallversorgung wird damit im Toggenburg für das Toggenburg gesichert – und somit wichtige Arbeitsplätze erhalten –, die spezialisierte Versorgung erfolgt in den Zentrumsspitälern, die Nachsorge wieder wohnortnah im Toggenburg.

Prüfung durch den Lenkungsausschuss
Erarbeitet haben das Modell «Spital Wattwil 2021» die beiden erfahrenen Experten Monika Merki Frey und Fritz Stettler gemeinsam mit einer Begleitgruppe, welche aus Vertretern der Gemeinde, Ärzteschaft, Spitex, Wirtschaft und Politik der Region besteht. Mit dem Vorschlag werden auch Überlegungen aus dem Raumkonzept Toggenburg und dem Bericht «Optimierung Gesundheits- und Altersversorgung Toggenburg» der Regionsorganisation aufgegriffen. Das neue Modell wurde dem Lenkungsausschuss zur Spitalstrategie vorgestellt, der nun seine mehrfach betonte Ergebnisoffenheit unter Beweis stellen kann, indem er den Vorschlag prüft und als mögliche Lösung aufnimmt. 

Weitere Infos zum Modell der «integrierten Gesundheitsversorgung Toggenburg» finden Sie HIER 

«Wir müssen eine Integrierte Gesundheitsversorgung Toggenburg anstreben»
Interview mit Monika Merki Frey, Lösungen im Gesundheitswesen 

Warum eignet sich eine Integrierte Gesundheitsversorgung für die Region Toggenburg? 

Das Toggenburg ist geografisch ein in sich fast geschlossenes Gebiet, in dem aber die Bevölkerung nicht überall einen raschen Zugang zur Gesundheitsversorgung hat. Im Integrierten Versorgungsmodell arbeiten die einzelnen Partner (z.B. Ärzte, Heime. Spitex) noch viel enger zusammen und sie verfolgen ein gemeinsames Ziel bezüglich gegenseitiger Information, Informatik und Behandlungsqualität; der patientenbezogene Behandlungspfad nützt vor allem den älteren oder chronisch Erkrankten. In wenigen Jahren dürften auch im Toggenburg Grundversorger fehlen, was mit dem Modell der Integrierten Versorgung gemeinsam angegangen und gemildert werden kann.   

Gibt es bereits vergleichbare Modelle und wenn ja, wie haben sich diese bewährt? 
Im kleinen (z.B. nur Spital, Heim und Spitex)  und im grossen (mit ambulanter Versorgung, Rehabilitation) bestehen bereits solche Modelle, sogar mit dazugehörenden autonomen Kindertagesstätten. Spontan denke ich bei grossen Versorgungsmodellen an die Flury Stiftung Gesundheitsversorgung (Prättigau) oder Gesundheitszentrum Unterengadin.  

Was empfehlen Sie bezüglich dem weiteren Vorgehen? 
Wir sind überzeugt, dass zeitlich rasch entschieden werden muss, damit das Modell der integrierten Versorgung mit den bisherigen Mitarbeitenden des Spitals geplant und umgesetzt werden kann. Die künftige Ausrichtung wird mit Interessierten, bisherigen Leistungserbringern und vor allem mit dem Toggenburger Ärzteverein jetzt weiter beraten und zu einem Ganzen zusammengeführt. Parallel dazu erwartet der Lenkungsausschuss (LA), dass dieses Modell Wattwil in die vom LA lancierten Projekte einfliessen soll. Da sind wir offen und sind gespannt, wann und vor allem wie dies erfolgen könnte. 



Campus Wattwil überzeugt 
Ein weiterer wichtiger Schritt bezüglich Bauvorhaben für den «Campus Wattwil» (Ersatzneubau Kantonsschule Wattwil sowie Erneuerung und Erweiterung Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg) ist erfolgt. Die vorberatende Kommission des Kantonsrates hat der Botschaft und dem Entwurf der Regierung zugestimmt. Die Toggenburgerinnen und Toggenburger bedanken sich bei der vorberatenden Kommission für deren Entscheid und sind zuversichtlich, dass dieses Geschäft auch in der Beratung im Kantonsrat die notwendige Mehrheit findet. Die einmalige Chance der Campus-Lösung wurde erkannt und die aufgezeigten Synergien bei der Sportinfrastruktur, Aula, Mensa, Küche und weiteren Anlagen lassen sich verzugslos umsetzen. Die hohe Qualität und das umfassende Angebot der gymnasialen und Fachmittelschul-Ausbildung können damit an einem Standort mit einem umfassenden Angebot gehalten und weitergeführt werden. Dies dient den Schülerinnen und Schülern aus dem ganzen Einzugsgebiet ZürichseeLinth und Toggenburg, sowie für die FMS auch aus dem Fürstenland. Die einmalige Campus-Chance bietet dem Kanton über die strategisch optimale Lage hinaus das Potenzial, zusätzliche Qualitätsgewinne für beide Schulen zu erreichen.

Jahresbericht 2018 Kultur Toggenburg
Seit 2011 fördert Kultur Toggenburg – mit Geldern der zehn Mitgliedergemeinden und des Kantons St. Gallen – ausgewählte Projekte und Veranstaltungsbetriebe in der Region. Im vergangenen Jahr wurden 83 Gesuche behandelt und davon 64 bewilligt, an welche insgesamt Projektbeiträge von CHF 124'675 ausbezahlt wurden. Ausserdem wurden 12 Jahresbeiträge im Gesamtvolumen von CHF 83'100 ausgeschüttet. In keiner anderen Region des Kantons gibt es so viele Projektgesuche pro 1'000 Einwohner wie in der kulturellen Hochburg Toggenburg. Diesem Umstand tragen auch erstmals die erhöhten Mitgliederbeiträge Rechnung, für welche sich der Vorstand ganz herzlich bei den Gemeinden sowie dem Amt für Kultur bedankt. Eine fixe Grösse im Vereinsjahr von Kultur Toggenburg ist die Verleihung des Wanderpreises, welcher jeweils durch den amtierenden Preisträger an einen Künstler in eine andere Gemeinde und eine andere Kunstsparte weitergereicht wird. An wen der Skulpteur Kurt Schär aus Ebersol den mit CHF 5'000 dotierten Wanderstock weitergibt, wird sich anlässlich der öffentlichen Preisverleihung am Samstag, 27. April um 17 Uhr im Gemeindehaus Wattwil zeigen.

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